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Voice in Second Life und die Wahl des richtigen Mikrofons

Lightbulb
Offline
#1 Bartholomew Gallacher
Eine der Funktionen, ohne die viele in Second Life ja nicht mehr sein wollen, ist Voice. Voice ist Englisch Stimme und damit ist ganz einfach gemeint, dass man sich ganz normal mit anderen wie über das Telefon unterhalten kann - nur dass eben alle Umstehenden, wenn man es will, auch mithören können.

Das wichtigste Werkzeug zur Nutzung dieser Funktion ist dabei natürlich das Mikrofon: dieses wandelt schließlich die eigene Stimme, also genauer gesagt die Schallwellen, welche man erzeugt, in ein elektrisches Signal um, welches dann digitalisiert und so über das Internet übertragen werden kann.

Leider machen viele dabei einige ganz einfache Sachen falsch, die dann die Mithörer nerven.

Das Mikrofon

Die Wahl des Mikrofons ist natürlich mit am Wichtigsten wenn es darum geht, dass man gut gehört wird. Es gibt zweierlei Anschlussarten bei Mikrofonen, nämlich

  1. den analogen Klinkenstecker (3,5 mm) und
  2. die USB-Schnittstelle.
Mikrofone ersteren Typs können auch problemlos an Telefonen, Smartphones und anderen Typen genutzt werden, während Mikrofone mit USB-Schnittstelle nur an Computern genutzt werden können. Analoge Stecker dürften zudem meist was günstiger sein, es spricht also nichts gegen den guten, alten Klinkenstecker.

Tipp: sollte euer Rechner ein eingebautes Mikrofon haben bzw. eure Webcam mit einem daherkommen, dann vermeidet die Nutzung dieses Mikrofons. Diese Dinger haben meistens eine miserable Qualität, dazu kommt noch, dass häufig euer Mund ziemlich weit vom Mikrofon entfernt ist und so eure Gesprächspartner euch mehr aus der Ferne und leise wahrnehmen werden. Sollte in eurem Raum auch noch ein Fernseher laufen oder ihr Musik hören, dann übertragt ihr dank der recht breiten Charakteristik dieser Dinge auch eure Umgebungsgeräusche mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an den Rest, und das braucht keiner noch will das jemand hören.

Wenn ihr also nicht gewillt seid, richtig Geld in ein freistehendes Mikrofon mit einer guten Richtcharakteristik zu stecken, dann lasst das einfach bleiben.

2. Tipp: versichert euch, dass bei einem analogen Mikrofon die Stecker auch wirklich richtig tief in den Anschlüssen drin sind! Steckt ein solches Mikrofon nur halb im Anschluss, dann gibt es häufig eine unschöne Brummschleife, die eure Mithörer tierisch nervt.

Das Problem mit den Lautsprechern oder: hallo, Rückkopplung!
Viele hören sprechen über normale Lautsprecher und ein eingebautes Mikrofon; meistens sind beide Geräte nicht besonders weit voneinander entfernt. Wenn man jetzt noch sein Mikrofon ständig offen hat, und so zeitgleich über die Lautsprecher hört und aufnimmt, dann kommt es zum Phänomen der Rückkopplung: das Mikrofon nimmt die Lautsprecher auf, diese geben das wieder und so entsteht sehr schnell ein ziemlich schriller Ton, der tierisch in den Ohren saust. Wenn die Lautstärke der Lautsprecher nicht laut genug ist, dann reicht es oft immer noch dafür aus, dass die anderen sich als Echo hören und auch das muss nicht sein.

So hört sich eine gescheite Rückkopplung an, das hat eigentlich schon jeder mal gehört:





Um sowas zu vermeiden, braucht man keine teure Technik. Eigentlich ist es ganz einfach: am Besten ist es, wenn man zur Nutzung von Stimmübertragung wenigstens Kopfhörer benutzt, wenn nicht gar Kopfhörer mit eingebautem Mikrofonbügel, also ein sog. Headset. Dies ist für solche Dinge das Mittel zur Wahl.

Headsets
Das Mittel zur Wahl ist also ein Headset; keine Sorge, man muss hier nicht zu einem teuren Beyerdynamic MMX300 der 2. Generation für über 300€ greifen, wenn man nur einfach Spaß haben will, ein günstiges Gerät aus dem Laden nebenan für 20€ reicht normal locker aus. Auch hier gilt, dass Klinke besser ist, wenn man das Gerät vielseitig nutzen will.

Einstellen der Soundkarte
Wenn man nun seine Soundkarte einstellt, dann sollte man zweierlei beachten:

  1. man sollte die Aufnahmelautstärke nicht zu hoch aufdrehen, denn sonst kann das Mikrofon zum Übersteuern neigen. Auch wird man sonst von seinen Mithörern möglicherweise als zu laut wahrgenommen, und sollte das Signal übersteuert sein, dann wird man kaum noch verstanden.
  2. Fast alle Soundkarten haben einen eingebauten Pegelverstärker. Sollte man also trotz hoher Aussteuerung als zu leise wahrgenommen werden, dann empfiehlt es sich diesen schrittweise in der Systemsteuerung Sound unter Windows zu aktivieren, zuerst +10dB dazu und wenn das noch nicht ausreichen sollte, dann auf +20dB.
Übrigens erreichen selbst die billigsten Soundkarten auf Motherboards eine derartig hohe Soundqualität, das alte Hifi-Anlagen dem gegenüber nur weinen können. Wir sind schon seit langem im Zeitalter der Hyperqualität angekommen, d.h. die Technik liefert eine deutlich bessere Qualität, als wir Menschen wahrnehmen können.

Normalerweise benötigt man also dafür keine neue Soundkarte. Sollten allerdings ständig Störgeräusche durch den Rechner vorhanden sein, dann empfiehlt sich möglicherweise der Kauf einer günstigen USB-Soundkarte.
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